Samstag, 14. Mai 2011

Kleine Beschwerde

Moin.

Die einzige vernünftige Veranstaltung dieses Semester ist Theoretische Physik D.
Zu dieser nicht gerade überraschenden Erkenntnis bin ich zwar schon nach zwei Wochen gekommen (genau nachdem ersten Tag Fortgeschrittenen-Praktikum), aber bis jetzt hatte ich wohl noch nicht genug Stress, um mich darüber aufzuregen.
Die Vorlesung des Herrn Stepanow lohnt sich defintiv nicht, das was er erzählt und anschreibt steht 1:1 in seinem Skript. Dazu kommen seine ständigen Abschweifung, die zwar teilweise ganz lustig sind aber dazu führen, dass er sich verennt und erstmal 5 Minuten braucht um seinen Faden wiederzufinden :D
Die Versuche im F-Praktikum sind einfach nur nervig und zeitraubend; besonders albern ist die Vorgabe, was den Umfang von theoretischen Grundlagen und historische Bemerkungen angeht. Insgesamt sollte so ein Protokoll wohl zwischen 15 und 20 Seiten OHNE Messwerttabellen und Grafiken umfassen.
Hinzu kommt noch ein Vortrag über einen der Versuche, der keinerlei Einfluss darauf hat, ob das Modul als bestanden gewertet wird.
Dann komm ich mal zum Lichtblick dieses Semesters. Die Statistikvorlesung von Frau Mertig, die wohl ein didaktisches Wunder ist, wenn man sich die anderen Dozenten so anguckt, ist sehr gut strukturiert, nachvollziehbar und verständlich. Die Übungsserien sind.. uhm.. fair ist glaub ich das beste Wort. Nicht trivial, aber auch nicht so kompliziert, dass man einen ganzen Abend daran verzweifeln würde. Frau Chassé ist natürlich auch eine überaus kompetente Übungsleiterin, obwohl ich gehört habe, dass Herr Heinicke sie und die anderen in der ersten Gruppe regelmäßig um den Verstand bringt. Mehr als 
geht bei seinen Fragen nicht.

Ein besonderes Highlight war die Vertretung von Frau Mertig durch Prof. Trimper diese Woche. Stofflich hat er zwar fast nichts geschafft, dafür war es unglaublich unterhaltsam, z.B. die Erklärung des Unterschieds zwischen einer Prozess- und einer Zustandsgröße. Letztere sind wegunabhängig, Trimper: "Geld ist keine Zustandsgröße. Laufen Sie mal mit ihrer Freundin eine Runde durchs Kaufhaus. Wenn Sie wieder raus kommen..."
Dann noch das tolle Beispiel, dass die Entropie einer gezinkten Münze kleiner ist als die einer ungezinkten.
Wer schummelt weiß dass er gewinnt :)

Grüße